Blogger unter sich – SistersofBarn

SistersofBarn

Ich wurde anlässlich der Pferd&Jagd erstmals in eine Blogger/Influencer WG eingeladen. Das war für mich eine komplett neue Erfahrung. Aber da der Grundgedanken von „Sisters of Barn“ echt was ist, womit ich mich identifizieren kann, habe ich mich sehr gefreut, dass ich ein Teil davon sein durfte.
Da Influencer für viele so nach Krankheit (Influenza) klingt, werde ich das Wort „Blogger“ nutzen – unabhängig davon ob tatsächlich alle einen Blog haben oder nicht.
Ich persönlich habe mich in der Vergangenheit aus vielem raus gehalten. Daher kannte ich die meisten Blogger überhaupt nicht persönlich. Auch vieles was „Hinter den Kulissen“ abgeht war mir teils völlig neu. Natürlich guckt man sich im Vorfeld an, was für Menschen da so dabei sind. Und selbstverständlich lässt es sich nicht vermeiden, dass man dadurch einen ersten Eindruck aufgrund der Social Media Seiten bekommt. Dieser kann sowohl positiv als auch negativ sein. Doch egal ob mir jemand übers Internet sympathisch oder unsympathisch war, so habe ich versucht völlig offen in die WG zu gehen.
Aufgrund meiner alternativen Arbeitsweise habe ich mich immer so ein bisschen als „Außenseiter“ gefühlt. Wobei ich das nicht unbedingt als negativ empfand. Oft hat man ja das Gefühl, dass die Turnierreiter nichts mit den Alternativen zu tun haben wollen und umgekehrt natürlich genau so. Bei mir ist es so, dass ich weder etwas gegen Turniere habe noch sonst was. Jeder kann mit seinem Tier machen was er will, so lange er gut und fair mit seinem Pferd umgeht und auch die Haltung so artgerecht wie möglich ist.
Ich bin niemand der sich anderen aufdrängt, somit kam im Vorfeld eben nicht so der Kontakt untereinander zustande. Daher habe ich mich sehr über die Einladung gefreut, denn im Prinzip waren wir eine bunt gemischte Gruppe.
Wenn so viele verschiedene Menschen aufeinander treffen, dann sollte einem natürlich auch klar sein, dass man mit manchen einfach besser kann als mit anderen. Das ist meiner Meinung nach völlig normal und absolut ok. Egal ob ich jemanden mag oder nicht, so sollte ein höflicher und respektvoller Umgangston trotzdem gegeben sein. Für mich ist das eigentlich selbstverständlich. Die Zusammentreffen in der WG waren aber wirklich angenehm. Zumindest in der Zeit wo ich da war, gab es keinen Zickenkrieg und es entstanden tolle Gespräche. 90% der anwesenden Menschen habe ich zuvor in meinem Leben noch nie gesehen, dennoch wurde ich nicht ausgeschlossen. Ob es nun um Fahrgemeinschaften zur Messe ging oder andere Dinge, immer wurde schnell und unkompliziert eine Lösung gefunden. Mit vielen hatte ich bis dahin noch nicht mal ein Wort gewechselt.

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Da es das erste Treffen der „Sisters of Barn“ war, gab es natürlich Sachen welche im Nachhinein verbesserungswürdig sind. Wobei hier niemand persönlich angegriffen wurde, sondern konstruktive Anregungen im allgemeinen gemacht wurden. Außerdem konnte jeder äußern was er sich für die Veranstaltung wünscht bzw. mit welchen Vorstellungen er zur WG gekommen ist. Ich kam eigentlich zu einem echt ungünstigen Zeitpunkt in die WG, denn als ich morgens ankam wurde bereits darüber gesprochen was man verbessern könnte. Der Austausch war ehrlich aber nicht beleidigend. Es ist definitiv Luft nach oben, aber ich habe selten eine Veranstaltung erlebt die direkt beim ersten Mal vorbildlich geklappt hat. Daher ist das für mich gar kein negativer Punkt. Aber durch das Wochenende wurde denke ich ein guter Grundstein gelegt.
Ich habe ganz viele Mädels kennengelernt, wobei natürlich die Zeit zu knapp war um einfach mal mit jedem zu reden. Deswegen möchte ich hier keine Namen nennen mit wem ich mich direkt verstanden habe, denn daraus würde manch einer vielleicht schließen, dass ich die anderen nicht leiden kann, was überhaupt nicht zutrifft. Aber grundsätzlich kann ich sagen, dass es echt interessant ist, wenn man sich persönlich kennenlernt. Es gibt durchaus Leute die mir aufgrund ihrer Seiten eher unsympathisch waren, mit denen ich mich vor Ort aber gut verstanden habe. Deswegen ist es finde ich wichtig, dass man versucht die Vorurteile beiseite zu schieben, egal was man im Vorfeld so alles über manche Blogger hört/liest/erfährt. Auch was die Reichweite betrifft, so war es bunt gemischt. Mir gegenüber hat sich da aber niemand aufgeführt als würde er sich für was besseres halten, nur weil er z.B. mehr Abonnenten hat als ich.

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Grundsätzlich gibt es ja auch unter Bloggern so eine Art „Grüppchenbildung“, was ich zwar sehr schade finde, was aber bei der Menge die es gibt mittlerweile wahrscheinlich unvermeidbar ist. Auch ist mir bewusst, dass Blogger manchmal nicht gerade nett miteinander umgehen. Ich persönlich bin ein Freund der direkten Konfrontation. Heißt wenn ich mit jemandem ein Problem habe, dann hole ich mir die entsprechende Person und rede mit ihr. Es gibt mit Sicherheit auch Menschen die über mich irgendeinen Müll erzählen oder aus welchen Gründen auch immer ein Problem mit mir haben. Das ist dann eben so und tut mir eher leid für die betroffenen Menschen, dass sie nicht in der Lage sind so was zu klären.
Doch ich muss auch nicht mit jedem „best friend“ sein, dafür bin ich einfach zu ehrlich. Außerdem gehe ich grundsätzlich mit dem Wort „Freund/in“ eher sparsam um. Denn eine echte Freundschaft ist da doch etwas ganz anderes. Was aber nicht bedeutet, dass man über das Internet oder die sozialen Medien keine echten Freunde finden kann. Denn auch ich habe übers Internet einige Menschen kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte. Meistens entwickelt sich so was aber erst nachdem man sich mehrmals getroffen und regelmäßigen Kontakt hat.
Gerade wenn man sieht was teilweise in der Bloggerwelt so abgeht, ist der Grundgedanke von „Sister of Barn“ echt toll. Es geht darum Dinge zu verändern. Sowohl was den Umgang unter Bloggern betrifft als auch das Verhältnis Blogger – Firma. Schwarze Schafe gibt es überall und wird es vermutlich auch immer geben – leider. Aber es ist schön, wenn man weiß, dass es durchaus Menschen gibt die etwas verändern wollen – zum positiven.
Ich möchte mich bei allen für das tolle Wochenende bedanken. Ein großes Dankeschön geht natürlich an die Menschen und Firmen, die das ganze erst möglich gemacht haben. Es war für mich eine ganz neue Erfahrung und ich hatte echt tolle Gespräche. Ich hoffe, dass das ganze weitergeführt wird und wir dadurch wirklich die Bloggerwelt ein bisschen besser machen können.