Hufpflege

Hufe (2)

Blue neigt durch seine Hufform dazu, leichte Spannungsrisse vorne zu bekommt. Das ist nicht weiter schlimm, weil sie nur oberflächlich sind und nicht tief. Natürlich dürfen sie nicht tiefer werden. Außerdem neigt er je nach Wetter auch etwas zu brüchigen Hufen.
Damit seine Hufe gesund bleiben, habe ich mittlerweile eine Routine entwickelt wie ich Blues Hufe pflege.
Über all die Jahre hinweg (diese oberflächlichen Spannungsrisse hat er schon immer) kamen wir damit gut klar, wodurch Blue eigentlich keine Probleme hat.

Zum einen kratze ich Blue natürlich regelmäßig die Hufe aus. Blue hatte noch nie Hufeisen und läuft schon sein Leben lang Barhuf. Dadurch setzt sich in der einen oder anderen Ecke (vor allem in der weißen Linie) gerne mal Steinchen fest. Ich muss sagen, dass ich die meisten Hufkratzer eigentlich total unpraktisch finde und man vor allem Steine damit nur schwer raus bekommt. Zur Not habe ich immer einen Hufnagel um ganz hartnäckige kleine Steine zu entfernen.

Hufe (3)
Vor einigen Jahren bin ich dann zufällig auf den Hufkratzer „Joker“ der Firma Haas gestoßen und habe seit dem keinen anderen. Der Hufkratzer ist schön spitz, wodurch man fast alles aus dem Huf bekommt und meiner Meinung nach liegt er gut in der Hand. Natürlich nutzt sich die Spitze mit der Zeit etwas ab, wenn man regelmäßig Steine entfernt. Im Vergleich zu normalen Hufkratzern ist der „Joker“ zwar etwas teurer aber meiner Meinung nach sein Geld echt wert. Nach 1-2 Jahren (je nach Abnutzung) tausche ich ihn entweder aus oder lasse ihn noch mal etwas spitz schleifen. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Hufkratzer hat er zwar nicht so viele „Borsten“, aber mich hat das nie gestört. Von daher ist der „Joker“ wirklich klasse und seit Jahren der einzige Hufkratzer, den man in meinem Putzkasten findet.

Hufe (4)
Damit der Huf immer gesund nach wächst und entsprechend versorgt wird, benutze ich seit vielen Jahren „Lorbeer Pur“ von Masterhorse. Ich bin nicht so der Fan von Huföl etc., von daher kommt fast ausschließlich das „Lorbeer Pur“ von Masterhorse auf die Hufe. Außerdem trocknen viele Huföle etc. den Huf eher aus, als ihm etwas Gutes zu tun. Aufgetragen habe ich es erst jahrelang mit einer Zahnbürste, bis meine Mutter auf die Idee kam bei einem normalen Pinsel die Borsten zu kürzen. Dadurch ist der Pinsel etwas stabiler und eigentlich ideal um das „Lorbeer Pur“ aufzutragen.
Mit dem Pinsel massiere ich es leicht in den Kronrand ein. Das regt die Durchblutung an und durch das „Lorbeer Pur“ bekommt der Huf alles was er braucht, damit er gesund nachwachsen kann. Ich trage es ausschließlich auf den sauberen und trockenen Kronrand auf, da alles andere eher wenig sinnvoll ist.
Alles was schon raus gewachsen ist kann man nicht mehr ändern. Daher muss man dafür sorgen, dass das neue Horn gesund nach wächst und dafür ist der Kronrand zuständig.
Die 250ml Dose hält sehr lange, da das „Lorbeer Pur“ wirklich sparsam in der Anwendung ist. Wie oft ich das die Woche mache hängt immer vom Wetter ab und natürlich vom Zustand der Hufe.
Dennoch bin ich seit Jahren mit dem Ergebnis super zufrieden und auf die Hufe kommt ausschließlich 100% Loerbeeröl, weil ich über die Jahre hinweg damit stets das beste Ergebnis erzielen konnte.
Wer also ein Problem mit brüchigen Hufen etc. hat, dem kann ich 100%iges Lorbeeröl wirklich empfehlen. Meiner Meinung nach ist es das beste, was man für den Huf machen kann.

Hufe (1)
Blues Hufform ist so, dass der Huf vorne an der Zehe recht gerade ist. Der Huf ist also nicht komplett „rund“. Wächst der Huf, entsteht vorne natürlich immer etwas mehr Spannung wodurch auch diese oberflächlichen Risse kommen. Deswegen bearbeite ich seit Jahren Blues Hufe zwischen den besuchen unseres Hufschmieds selbst. Bedeutet ich raspel den Huf wieder entsprechend um die Spannung weg zu nehmen.
Das habe ich mir damals von unserem Hufschmied und einem guten Bekannten zeigen lassen, der viele Seminare besucht hat. Man sollte auf keinen Fall einfach so darauf los raspeln, weil man natürlich viel falsch machen kann (zu kurz, schiefe Stellung etc.). Die Hufe bearbeite ich nicht wöchentlich, sondern mache das vom Wachstum abhängig, der je nach Jahreszeit etc. unterschiedlich ist. Ansonsten bearbeite ich den Huf vor allem dann, wenn irgendwo eine Stelle leicht abgebrochen ist, damit die Bruchstelle nicht größer wird.
Ich benutze dafür die „Mini-Hobby-Hufraspel“ von DICK, mit der ich sehr zufrieden bin.

Diese drei Dinge sind also der Hauptbestandteil meiner Hufpflege.
Natürlich kann auch das Futter eine Rolle spielen bzw. ein Mangel kann Ursache für schlechte Hufe sein. Die oben beschriebenen Produkte nutze ich schon seit vielen Jahren und kann sie daher wirklich mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen.

In diesem Beitrag erfolgt keine Zusammenarbeit, alle Produkte habe ich selbst gekauft.


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