Körperbandage fürs Pferd

Körperbandagen

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Nachdem wir die Körperbandage nun schon seit einigen Monaten benutzen, möchte ich euch etwas mehr darüber berichten, da immer wieder Fragen dazu kommen.
Ich werde zwar auf manches eingehen, jedoch empfehle ich trotzdem das Buch „Gut Gewickelt – Tellington-Körperbänder für Pferde“ von Robyn Hood und Mandy Pretty. In diesem Buch werden auch viele verschiedene Möglichkeiten erläutert.
Zum ausprobieren kann man auch normale elastische Bandagen nehmen, wenn diese nicht zu „hart“ sind. Alternativ gibt es im Humanbereich gute Bandagen die elastisch genug sind. Ich habe es beim ersten Mal mit normalen Bandagen getestet und als Blue sehr positiv darauf reagiert hat, habe ich mir zwei original Tellington TTouch Körperbänder geholt. Sowohl das Buch als auch die Körperbänder bekommt man bei www.carepet.de. Dort habe ich auch bestellt.

Die meisten Menschen kennen sicherlich die Bandage, die man um die Hinterhand legt. Diese werden i.d.R. entweder an einem Longiergurt oder am Sattel befestigt. Ich muss sagen, dass ich allgemein auch diese normale Hinterhandbandage hin und wieder genutzt habe. Aber da ich eigentlich nur mit Kappzaum und ohne Longiergurt longiere, war ich einfach zu faul deswegen immer einen Gurt mitzunehmen. Die Methode nach Tellington finde ich daher richtig toll, denn man kann die Bandagen ganz ohne zusätzliche „Hilfsmittel“ am Pferd befestigen.

Warum Körperbandagen?
Die Körperbandage ist im Prinzip dafür da, dass das Pferd ein besseres Körpergefühl bekommt. Denn durch die Bänder wird das Körperbewustsein besser. Die Wahrnehmung des Körpers wird verbessert, da das Pferd spürt wo der Körper z.B. endet. Beim Anlegen der Körperbänder werden Informationen über sog. Rezeptoren hinsichtlich der Tiefensensibilität sowie Stellungs- und Bewegungswahrnehmung an das zentrale Nervensystem weitergeleitet. Sie sollen die Koordination, Balance, Selbsthaltung und Konzentration verbessern. Optisch ist es sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich merke bei Blue schon, dass er damit anders läuft. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass die komplette Oberlinie und damit das gesamte Pferd „runder“ wirkt. Tatsächlich trägt er sich auch besser.
Blue hat die Körperbänder gut angenommen, aber vor allem bei den ersten Malen hat man gemerkt, wie er seinen Körper „austestet“. Natürlich ist das Gefühl erst mal etwas komisch. Man darf auch auf keinen Fall den Fehler machen sie zu fest zu binden. Sie sollen nur anliegen, das Pferd aber keineswegs einengen.
Ich finde, dass die Körperbandagen einen ähnlichen Effekt haben wie Ausbinder. Bloß, dass das Pferd hier in keine Form bzw. Haltung gezwungen wird, sondern durch ausprobieren selbst diesen Weg findet. Die Haltung wird dann eben so lange eingenommen, wie das Pferd es aufgrund der Muskulatur halten kann. Es ist schon spannend wenn man gerade am Anfang sein Pferd beobachtet. Bei Blue habe ich richtig gemerkt, wie er sich damit auseinander gesetzt hat.

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Unser Training mit den Körperbandagen
Ich habe schon einige Varianten durch, werde aber definitiv weiter ausprobieren. Laut dem Buch gibt es kein direktes „richtig“ oder „falsch“. Das Pferd bestimmt was ihm gut tut und durch ausprobieren findet man heraus, welche Variante dem Pferd am besten hilft. Ich longiere nicht immer mit den Körperbändern, sondern durchaus auch ohne. Aber ich versuche in regelmäßigen Abständen damit zu arbeiten. Dabei nutze ich sie nicht nur beim longieren, sondern auch bei der Bodenarbeit allgemein (z.B. Handarbeit).
Die Bandagen halten bei uns auch wirklich gut und verrutscht trotz Bocksprung eigentlich nicht.
Wobei auch diese Körperbandagen das korrekte Training nicht ersetzen. Sie unterstützen und können helfen. Beim Reiten kann man sie natürlich ebenfalls nutzen, was ich noch nicht ausprobiert habe.
Meistens arbeite ich so ca. 20 – 30 Minuten mit den Körperbandagen. Am Anfang und Ende darf er ohne laufen. Vor allem im Galopp helfen sie Blue m.M.n. sehr gut. Das ist immer etwas seine Baustelle. Mit den Bandagen hat er sich in den letzten Monaten echt toll entwickelt. Insgesamt bilde ich mir auch ein, dass Blue sich besser trägt.
Es gibt zum Teil auch Kurse die man besuchen kann um mehr darüber zu erfahren. Das Buch hilft aber finde ich auch schon gut weiter.
Und obwohl man optisch meinen könnte, dass das Pferd ja so zugeschnürt aussieht – ist es nicht. Die Bandagen liegen locker an. Man darf sie weder zu fest noch zu locker verschließen. Denn natürlich sollen sie dem Pferd nicht das Gefühl geben eingeengt zu sein. In dem Buch wird sogar davon gesprochen, dass man die Bandagen für Menschen ebenfalls nutzen kann. Oftmals longiere ich damit und nutze sie dann einige Wochen erst mal nicht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Blues Haltung sich dadurch verbessert hat.

Körperbandagen1


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