Reitpad Test: OMEGA Freedom vs. Dressage

//Werbung// Beide Pads wurden mir vom Signum Sattelservice zum testen zur Verfügung bestellt. Es handelt sich um keinen bezahlten Beitrag, er spiegelt nur meine persönliche Meinung wider.

Signum Freedom vs. Dressage1
Omega Freedom Pad (links) und Dressage (rechts)

Warum ein Reitpad?
Ich finde als Abwechslung ein Reitpad super. Es ist sehr leicht und irgendwie geht das mit dem „satteln“ schneller wenn man sich nur mal 20min drauf setzen möchte. Grundsätzlich reite ich gerne auch mal ohne Sattel, aber mit einem Sattelpad wird der Rücken des Pferdes etwas besser geschont. Außerdem bleibt die Hose sauber was gerade im Fellwechsel ein deutlicher Pluspunkt ist.
Wir haben auch schon einige Pads ausprobiert und häufig gab es zwei Probleme:
1. Blue fühlt sich mit Pad an als würde ich auf einer Tonne sitzen
2. das Reitpad rutscht

Dazu muss man sagen, dass Blue ein eher rundes Pferd ist. Menschen mit schmal gebauten Pferden werden diese Problematik nicht so haben. Insgesamt ist Blue einfach breit gebaut, was nicht bedeutet, dass er fett ist. Sein Körperbau ist einfach anders als der von einem Vollblüter. Wenn ich ohne Sattel drauf sitze habe ich nicht das Gefühl auf einer Tonne zu sitzen. Da ist der Sitz sehr angenehm und für mich auch schmal. Aber bei so einem Typ Pferd bekommt man je nach Unterlage schnell dieses breite Sitzgefühl. Ein Vorteil von meinem breiten Pferd ist, dass er eine gute Rückenmuskulatur hat die von sich aus die Dornfortsätze schützen. Er hat quasi eine eigene „Wirbelsäulenfreiheit“.
Gerade wenn Blue aufgrund der Arthrose etwas anfällig ist versuche ich zusätzliches Gewicht zu vermeiden. So ein Sattel wiegt einfach mehr als ein Reitpad. Außerdem sitze ich in so einem Fall nur für ein paar Minuten auf Blue drauf, weshalb sich der Sattel nicht lohnt. Aber auch für den eigenen Sitz ist das Reiten mit Pad eine schöne Abwechslung. Außerdem nutze ich ein Reitpad gerne für meine Nichte die einfach zu klein für einen richtigen Sattel ist. Auf einem Reitpad hat sie da deutlich besseren Halt.

Signum Dressage
Dressage Pad

Die Reitpads von OMEGA
Beide Reitpads haben eine anatomische Passform. Die V-Gurtung setzt unterhalb der Wirbelsäule an, sodass diese zusätzlich entlastet wird. Durch die Wildlederoberfläche hat man einen sicheren Sitz, jedoch ohne das Gefühl zu stark daran zu kleben. Die Unterseite besteht aus pflegeleichtem Kunstfilz. Die Polsterung im Innovation Pad ist an den einzelnen Stellen unterschiedlich dick. Der Reitersitz wird zur besseren Druckverteilung des Reitergewichts stärker gepolstert als das seitliche Blatt des Pads. Dadurch hat man gerade seitlich eine tolle Nähe zum Pferd. Aber auch im Sitzbereich ist es nicht zu dick, sodass man gut die Bewegungen fühlen kann.
Optisch als auch vom Material her finde ich das Reitpad wirklich super. Beide Pads unterscheiden sich hauptsächlich in der Sitzausformung und durch die Ausführung der Komfortpausche. Laut Signum bietet das Modell Freedom dem Reiter durch eine gleichmäßige Sitzgestaltung maximalen Freiraum. Das Modell Dressage unterstützt den Reiter durch seine im hinteren Bereich leicht ansteigende Sitzausformung. Diese bietet dem Reiter, ähnlich wie in einem Sattel, mehr Unterstützung für das Becken und die aufrechte Sitzposition.
Empfohlen wird gerade bei häufigerem Gebrauch eine Correction-Schabracke. Ansonsten geht aber auch eine normale Steppstoff-Schabracke. Hier muss man denke ich auch gucken was für das Pferd besser ist. Bei einem Pferdetyp wie Blue muss man nicht so viel Polstern wie bei Pferden die z.B. allgemein am Rücken etwas empfindlicher sind.
Das Model Dressage wird aktuell nur in Kleinserie gefertigt und ist daher nicht im Shop zu finden. Wer Interesse an diesem Model hat kann dem Signum Sattelservice aber einfach eine E-Mail schreiben.

Signum Freedom
Freedom Pad

Meine Erfahrungen
Ich habe beide Pads ca. 2 Monate getestet und war auch damit ausreiten. Geritten bin ich sowohl mit der Correction-Schabracke als auch mit einer normalen Schabracke.
Das Material finde ich vom Sitz her wirklich angenehm. Man hat einen guten Halt aber ohne das Gefühl festzukleben. Ich hatte genug Bewegungsfreiheit und fühlte mich von dem Pad nicht gestört. Da ich einen ausbalancierten Sitz habe konnte ich bezüglich der Erhöhung beim Dressage Pad oder ohne mit dem Freedom Pad keine großen Unterschiede merken. Mit dem Freedom kam ich genauso gut klar wie mit dem Dressage Pad. Trotz allem gibt es Unterschiede weswegen ich persönlich ein Model bevorzuge.
Zum einen ist das der Verlauf der Komfortpausche bei den Modellen etwas unterschiedlich. Für mich ein totaler Unterschied, denn beim Model Freedom drückt es bei mir etwas am Oberschenkel. Das ist wahrscheinlich auch anatomisch von Mensch zu Mensch verschieden, ich empfand dieses Polster aber als unangenehm. Gerade wenn man länger reitet hatte ich das Gefühl es gibt blaue Flecken. Da das Polster aber nicht hart sondern weich ist, blieb es bei einem unangenehmen Gefühl ohne blaue Flecken. Aber gerade im Vergleich der beiden Pads war es echt ein unterschied. Ich bin beide direkt nacheinander geritten und hier war das Polster vom Dressage Pad deutlich angenehmer.
Einen Unterschied merkt man auch beim Sitzgefühl. Das Freedom Pad setzt einen mit Corrections Schabracke doch recht breit hin, was aber in meinem Fall wirklich am Pferdetyp liegt. Beim reite mit einer normalen Schabracke wurde das Pferd zwar „dünner“ aber es blieb etwas breiter als mit dem Dressage Pad. Egal ob mit oder ohne Corrections Schabracke, der Unterschied beim Dressage Pad war kaum spürbar. Wer also lieber ein schmales Sitzgefühl haben möchte, da er ein breites Pferd hat, der wird mit dem Dressage Pad vermutlich glücklicher sein.
Letztendlich habe ich mich für das Dressage Pad entschieden. Ausschlaggebend war wirklich der unangenehme Druck am Oberschenkel. Ansonsten war das Sitzgefühl mit normaler Schabracke auch beim Freedom Pad für mich in Ordnung.
Ich habe meine Erfahrungen auch an Signum Sattelservice weitergegeben. Diese sind dabei die Pads immer weiter zu verbessern, was ich wirklich super finde.
Blue lief mit beiden Reitpads gut, hier konnte ich nicht feststellen, dass er mit einem der beiden besser/schlechter zurechtkommt. Auch rutschen die Pads kaum, was ja sonst ein Problem war. Allerdings kommt es hier auch darauf an was für eine Schabracke man drunter hat.


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